European Masters of Video-Clip Dancing

"KOMMENTIERTES"   REGELWERK


Grundgedanke und Zielsetzung

Die European Masters of Video-Clip Dancing sind verbandsunabhängige Veranstaltungen, die mit der Philosophie der Liberalität und aus Begeisterung für den modernen Tanzsport durchgeführt werden. Veranstalter und Organisatoren legen großen Wert auf die Unabhängigkeit des Turniers. Daher gibt es auch keine Verbände in der Organisation.

Sie werden veranstaltet, um die Tanzszene in ein positives Licht zu setzen und so einen Beitrag zur Image-Bildung der gesamten Branche zu leisten. Sie soll die Vielfältigkeit und Leistungsfähigkeit der europäischen Tanzszene demonstrieren und die besten Formationen mit Titeln auszeichnen.
Vielfältigkeit und Leistungsfähigkeit können nur erzielt werden, wenn jede Formation größtmögliche Freiheit in der Auswahl der aufzuführenden Choreographien und Musikstücke hat – und auch nur dann ist das Turnier für Zuschauer bzw. Nichttänzer interessant.

Veranstalter, Organisatoren und Jury fühlen sich dem Leistungsgedanken verpflichtet. Diese Leistungsorientierung wirkt sich auf die Struktur des Turniers und die Bewertung der Formationen aus. Es werden daher keine Unterschiede in Leistungsklassen mit mehreren 1. Plätzen innerhalb einer Altersgruppe vorgenommen. Leistungsfähigkeit und langfristige Außenwirkung kann nur erzielt werden, wenn die gezeigten Shows abwechslungsreich und kreativ gestaltet sind. Daher soll neben der tänzerischen Qualität auch die Originalität und künstlerische Ausdruckskraft positiv bewertet werden.
„Leistungsfähigkeit“ bedeutet, dass sich jede startende Formation zum Wettkampfgedanken bekennt, bei dem eine unabhängige Jury die Aufgabe hat, die besten Formationen zu bestimmen und diese mit Ehrungen auszuzeichnen. Daher gibt es bei diesem Turnier keine A-, B- Reihen oder "Masterclasses", sondern immer lediglich einen Gewinner pro Altersgruppe.

So viele Regeln wie nötig, so wenig Regeln wie möglich - das heißt, jede Formation hat freie Musik- und Choreographiewahl (siehe § 5.2). Nur eine zeitliche Begrenzung der Auftrittszeit und eine Mindest- und Maximalgröße der Formation, eingeteilt in 5 Altersgruppen, muss eingehalten werden.
Video-Clip Dancing ist ein künstlerischer Leistungssport. Ohne die kreative Entfaltungsmöglichkeit würde der Spaß an der Umsetzung von Ideen den Tänzern geraubt. Doch genau dieser künstlerische Teil soll durch das Turnier gefördert werden! Je fantasievoller, unterhaltsamer und mitreißender die einzelnen Aufführungen der Formationen sind, umso faszinierender ist dieser Tanzsport insgesamt.

Der Turnierreihe „European Masters of Video-Clip-Dancing“ liegt dieses Regelwerk zu Grunde. Es gilt für alle Veranstaltungen, die unter diesem Überbegriff ausgerichtet werden: Regionalmeisterschaften, Deutschland-Cup, Liga-Pokal-Turnier, Österreichische- und Internationale Deutsche Meisterschaft sowie weitere Veranstaltungen, die in Zusammenhang mit dieser Turnierreihe stattfinden.

1. Startergruppe & Alterseinteilung


1.1
Die European Masters of Video-Clip Dancing sind unterteilt in 5 Altersgruppen:

    • Mini-Kids (bis einschließlich 9 Jahre), d.h. bis einschließlich Jahrgang 2008;
    • Kids (bis einschließlich 12 Jahre), d.h. bis einschließlich Jahrgang 2005;
    • Juniors I (bis einschließlich 15 Jahre), d.h. bis einschließlich Jahrgang 2002;
    • Juniors II (bis einschließlich 18 Jahre), d.h. bis einschließlich Jahrgang 1999;
    • Adults (ab 19 Jahre), d.h. ab Jahrgang 1998.

Entscheidend für die Zuordnung einer Formation zu einer Altersgruppe ist der Jahrgang des ältesten Formationsmitglieds.

Berechnung:
Veranstaltungsjahr minus Geburtsjahr des ältesten Formationsmitglieds = Zuordnungsjahr.

Beispiel:
2017 Veranstaltungsjahr
- 2004 Geburtsjahr des ältesten Formationsmitglieds
= 13 Zuordnungsjahr Altersgruppe JUNIORS I

1.2
Die Veranstalter behalten sich ausdrücklich vor, auf jedem Turnier die Einhaltung der Altersgrenzen stichprobenartig zu überprüfen. Kopien der Kinder- bzw. Personalausweise der Tänzer sind vom Trainer bereitzuhalten und auf Verlangen der Turnierleitung vorzulegen.

1.3
Ein Verstoß gegen die Alterseinteilung hat die Disqualifikation der gesamten Formation zur Folge.
Es kommt vor allen Dingen in den Altersgruppen Kids und Juniors 1 immer wieder zu "Verdächtigungen" von Zuschauern und Aktiven, dass ein Mitbewerber bei der Alterseinteilung nicht korrekt war. Wird eine solche Beschwerde an die Juryleitung herangetragen (anonymen Beschwerden wird grundsätzlich nie nachgegangen), wird die Formation von der Juryleitung überprüft. Das heißt, die vorgelegten Ausweise (Kopien der Ausweise reichen aus!) der Tänzer werden mit der Startliste der jeweiligen Formation verglichen. In 15 Jahren konnte noch nie ein Verstoß festgestellt werden.

1.4
„Mini-Kids“ und „Kids“ sowie „Juniors I“ und „Juniors II“ starten in eigenen Gruppen, sofern mindestens 10 Formationen innerhalb der gleichen Altersgruppe starten. Sollte diese Zahl auf einem Turnier nicht erreicht werden, tanzen die Formationen zusammen in einer Gruppe, werden jedoch getrennt bewertet und ausgezeichnet. Die Entscheidung obliegt der Turnierleitung.

2. Formationseinteilung & Anmeldung


2.1
Die einzelne Formation muss mindestens 5 und darf maximal 25 Teilnehmer haben.

2.2
Pro Formation können Ersatztänzer (ET) in folgender Anzahl angemeldet werden: 5-10 Tänzer: 1 ET; 11 bis 15 Tänzer: 2 ET; 16-20 Tänzer: 3 ET; 21-25 Tänzer: 4 ET ET werden als solche mit der Formation namentlich angemeldet, müssen der Altersgruppe der gemeldeten Formation entsprechen, zahlen Startgeld und erhalten ein Tänzer-Armband. § 2.1 bleibt hiervon unberührt.
Ersatztänzer werden als Tänzer angemeldet und erhalten wie auf der Bühne aktive Teilnehmer eine Urkunde. Dies ändert jedoch nichts daran, dass maximal 25 Tänzer an der gezeigten Aufführung teilnehmen dürfen.

2.3
Jeder Teilnehmer darf nur in einer Formation tanzen. Ausnahme: Ein Teilnehmer darf in weiteren Formationen starten, solange es der Alterseinteilung entspricht und der betreffende Teilnehmer nicht in der gleichen Altersgruppe mehrfach startet (also nicht gegen sich selbst konkurriert).
Es macht keinen Sinn, wenn ein Tänzer auf einem Turnier zweimal in der gleichen Altersgruppe startet, da er somit gegen sich selbst im Wettbewerb tanzen würde. Wenn ein Tänzer jedoch in zweites Mal in einer älteren Altersgruppe startet, ist dagegen nichts einzuwenden.

2.4
Die Anmeldung einer Formation muss schriftlich unter Verwendung des vorgegebenen Anmeldebogens oder auf elektronischem Weg über die Anmeldemaske der jeweiligen Webseite erfolgen.

2.5
Die Anmeldung gilt als vollständig, wenn Anmeldebogen (korrekt und vollständig ausgefüllt) und Auftrittsmusik (auf Audio-CD oder als mp3 mit mindestens 128 kbit/s per Mail) bei IVM vorliegen.
Die Abgabe der Auftrittsmusik im Vorfeld ist uns sehr wichtig und wird von den Trainern gerne mal vergessen. Jeder eingesandte Titel wird in einem Tonstudio auf Länge und Tonqualität überprüft und vom Lautstärkepegel angepasst, sodass alle Formationen die gleiche Musikpower auf der Bühne haben und niemand wegen Über- oder Unterschreitung der Auftrittslänge disqualifiziert werden muss (was durch diese Überprüfung im Vorfeld jedes Jahr mindestens einmal verhindert werden konnte). Es ist also im Interesse der Teilnehmer, die Musik vorher einzusenden! Die Qualität der Musikschnitte, Zusammenstellung etc. wird vom Tonstudio weder überprüft noch geändert.

2.6
Mit Abgabe der Anmeldung bei IVM verpflichtet sich die Formation zur Teilnahme.
Wichtig! Mit Aussagen wie „Wir wollten uns nur schonmal vorsichtshalber anmelden um auf jeden Fall einen Platz zu haben“ kann ein Turnier dieser Größenordnung nicht organisiert werden. Daher ist eine Anmeldung bei IVM verbindlich. Eine Absage hat die im Regelwerk festgelegten Konsequenzen für die Formation zur Folge. Darauf werden die Organisatoren auf jeden Fall bestehen.

2.7
Jede Formation, die sich für ein weiterführendes Turnier qualifiziert, erhält auf dem jeweiligen Qualifikationsturnier ein Rückmeldeformular. Dieses muss bis zum angegebenen Meldeschluss bei IVM per Post oder Fax (+49 (0)6201 - 29 41 21) eingegangen sein. Meldet sich die qualifizierte Formation nicht rechtzeitig rück, verfällt die Qualifikation und eine andere Formation rückt nach.
Wir wissen nicht warum, aber das ist ein Punkt, der vielen Trainern sehr schwer fällt. Für die Organisatoren muss eine Veranstaltung planbar sein. Das heißt, eine rechtzeitige Rückmeldung ist äußerst wichtig für einen reibungslosen Ablauf der Folgeveranstaltung. Wir können nur immer wieder darauf hinweisen, dass die Rückmeldung bitte pünktlich stattfindet.

2.8
Bei einer Formation, die sich auf der Internationalen Deutschen Meisterschaft für das Liga-Pokal-Turnier qualifiziert hat, jedoch nicht auf dem Liga-Pokal-Turnier startet, werden die Teilnehmer der Formation für die Turnierserie im Folgejahr gesperrt.
Bundesliga und Liga-Pokal Turnier wurden eingeführt, damit nicht jedes Jahr die gleichen Formationen auf den Regionalmeisterschaften „durchmarschieren“, sondern immer wieder auch junge Formationen die Chance auf eine Qualifikation bekommen. Wenn eine Formation der Bundesliga nicht auf dem Liga-Pokal Turnier startet, ist diese dann logischer Weise für das Folgejahr gesperrt, da sie keine direkte Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft hat und auf keinem Regionalturnier starten kann.

3. Startgebühren & Stornierung


3.1
Jede Formation zahlt pro Veranstaltung ein Startgeld von € 9,00 inkl. MwSt. pro Tänzer.

3.2
Das Startgeld wird vom Betreuer der Formation für die Formation insgesamt in bar am Veranstaltungstag an der IVM-Meldestelle bezahlt.

3.3
Bei Absage einer gemeldeten bzw. rückgemeldeten Formation für ein Turnier nach Meldeschluss wird das doppelte Startgeld, mindestens jedoch 200,00 € als No-Show-Gebühr fällig und von IVM in Rechnung gestellt.

3.4
Für Namenslisten, Auftrittsmusik und ggf. benötigte Fotos/Logos, die später als 10 Tage vor dem jeweiligen Veranstaltungsbeginn bei IVM eingereicht werden, wird eine pauschale Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50,00 € zzgl. MwSt. der angemeldeten Formation in Rechnung gestellt. Das Gleiche git für Änderungen bezogen auf Formationsteilnehmer, Name der Formation, insbesondere auch Musikänderungen sowie u.U. Austausch von Formationsfotos und Logos. Die Bearbeitungsgebühr ist von der gemeldeten Formation spätestens am Veranstaltungstag an der Meldestelle mit dem Startgeld zu bezahlen. Sollte die Bearbeitungsgebühr nicht gezahlt werden, behält sich IVM vor, die Formation von der Startliste zu streichen.
Bei einem Turnier dieser Größenordnung bedeutet jede Änderung erheblichen Aufwand für Organisatoren und Veranstalter, da Musik, Startlisten, Wertungslisten, Urkunden, Zeitpläne, Quoten und Ablauf der Keynote miteinander verzahnt sind. IVM muss diesen Extra-Aufwand möglichst vermeiden, da andernfalls die Veranstaltung droht, im Chaos zu versinken. Wer also unbedingt noch Änderungen haben möchte, muss diese Dienstleistung leider auch extra bezahlen.

3.5
Die Formation hat ein kostenloses Rücktrittsrecht bei Verschiebung der Veranstaltung.

4. Auftrittsmusik


4.1
Die Auftrittsmusik ist bis zum offiziellen Einsendeschluss mit eindeutiger Beschriftung (Name der Einrichtung, Name der Formation, Angabe des Turniers, Angabe der Altersgruppe) bei IVM einzureichen. Entsprechende Vordrucke werden zur Verfügung gestellt.
Bitte ordentliche Beschriftungen vornehmen, denn die Musik wird überprüft und bei ungenügender Audioqualität oder falscher Auftrittslänge müssen wir Kontakt zum verantwortlichen Trainer aufnehmen können. Die eindeutige Zuordnung der Musik kann nur durch eine korrekte Beschriftung der CD oder der Datei erfolgen. Das ist bei mehr als 350 startenden Formationen wohl auch nachzuvollziehen.


4.2
Eine Sicherheitskopie der Auftrittsmusik auf Audio-CD oder als mp3-Datei mit mindestens 128 kbit/s auf USB Stick hat jede Formation zur Veranstaltung mit sich zu führen und bei Bedarf dem Veranstalter unverzüglich vorzulegen.
Es kann immer mal vorkommen, dass eine Musik fehlerhaft ist (gerade, wenn sie digital übermittelt wurde). Damit vor Ort schnell reagiert werden kann, ist eine Audio-CD oder ein USB-Stick mit der Musik-Datei im mp3-Format vom Trainer bereit zu halten. MP3-Player haben häufig zu wenig Durchgang, um bei einer großen Beschallungsanlage genug Druck aufbauen zu können.


4.3
Die Auftrittslänge muss mindestens 2,30 Minuten und darf maximal 3,00 Minuten betragen. 4.4
Eine Über- bzw. Unterschreitung der gestatteten Auftrittslänge von mehr als 10 Sekunden zieht die Disqualifikation der Formation nach sich.



5. Choreographie & Darbietungsschwerpunkte


5.1
Die Gestaltung der Choreographie und Kleidung sowie die Musikauswahl ist frei. Zugelassen sind alle Choreographien, solange sie den im vorliegenden Regelwerk genannten Anforderungen entsprechen. Nicht zugelassen sind alle Accessoires, die zur Verschmutzung der Auftrittsfläche (Bühne) führen (z.B. Konfetti, Mehl, Salz, Glitter, Sprays etc.). Es ist nicht gestattet, Gegenstände jeglicher Art in das Publikum (Auditorium) zu werfen.
Diesen Punkt bitten wir besonders zu beachten. Eine verschmutzte Bühne ist für alle nachfolgenden Formationen inakzeptabel und das Publikum soll keinerlei Verletzungsgefahren ausgesetzt werden.


5.2
Video-Clip Dancing ist ein Überbegriff für alle modernen Tanzstile, wie sie in Videos und auf der Bühne von professionellen Künstlern der Musikindustrie aufgeführt werden und wurden. Als Orientierungshilfe für die Formationen: Es soll für das Turnier eine Formations-Choreographie aufgeführt werden. Das möglichst originalgetreue Nachtanzen bekannter Choreographien wird hierbei nicht bewertet. Musikalisch ist auf eine Auswahl aus unterschiedlichen Stilrichtungen wünschenswert. Dies ist jedoch keine Vorgabe, eine Pflicht zur stilistischen Vielfalt gibt es nicht. Nicht gewünscht ist eine Auswahl aus Schlager, Volks- und volkstümliche Musik, es sei denn, nicht dominierende Elemente daraus werden als Effekt in einen musikalischen Zusammenschnitt eingebaut.
Das ist als Orientierungshilfe gemeint. Es bedeutet nicht, dass jeder der oben genannten Stile verwendet werden muss oder nicht genannte Stile nicht verwendet werden dürfen. Es bleibt nach wie vor jeder Formation überlassen, mit welcher Musik sie an den Start gehen möchte.


5.3
Choreographieaufbau und -darbietung sollten, gemäß dem Gedanken eines Formationsturniers, immer Formationscharakter haben. D.h. Einzeleinlagen bestimmter Tänzer sind im Rahmen der Vielfalt und Abwechslung erlaubt, werden allerdings in der Bewertung nicht schwerpunktmäßig berücksichtigt.
Das sollte eigentlich klar sein. Video-Clip Dancing ist weder ein Hip-Hop Battle noch eine Breakdance Show. Eine kurze Solo-Einlage kann ein toller Effekt sein, der sich in die Gesamtchoreographie einfügt, allerdings wäre eine Aneinanderreihung von lauter Solo-Einlagen am Thema vorbei. Die Wertungsrichter wollen auch typische Formationschoreographien sehen, bei der Synchronität und Raumbilder bewertet werden können.


5.4
Bei der Bewertung der Darbietung wird auch auf Vielfalt unterschiedlicher Tanz- bzw. Musikstilrichtungen Wert gelegt. D.h. die tänzerische Darbietung, die sich nur einer eng begrenzten Stilistik widmet, gleichwohl diese in der Ausführung technisch einwandfrei sein mag, wäre im Rahmen der Beurteilung des Wertungsgerichts in den B-Noten ggf. schwächer einzuschätzen. Als Orientierungshilfe für die Formationen: Entertainmentfaktor und Überraschungsmomente nehmen einen großen Stellenwert bei der Jury ein. Bei tänzerisch-sportlich perfekter Darbietung sind hier entscheidende Punkte zu erzielen.
Auch hier gilt: Unterhaltung ist der Schlüssel zum Erfolg. Je abwechslungsreicher und fantasievoller eine Aufführung ist, umso besser wird sie bewertet! Wir stellen diesbezüglich immer wieder fest, dass einige Formationen die Musikauswahl vernachlässigen und schlampige Schnitte oder mangelnde Qualität abgeben. Die Musik ist die Basis für den Tanz. Wir empfehlen daher allen Formationen, sich intensiv mit dem Musikmix auseinanderzusetzen. Außerdem möchten wir alle Trainer ermutigen, innovative Ideen zu entwickeln und diese auch zu präsentieren. Es hat sich immer wieder bewahrheitet, dass die Shows am besten ankamen, wenn sie nicht nur tänzerisch beeindruckend waren sondern auch die originellsten Ideen zeigten.


6. Bewertungskriterien


6.1
Die Bewertung der Darbietung unterteilt sich in eine sportliche A-Note und eine künstlerische B-Note. Beide Noten setzen sich aus je zwei Bewertungspunkten zusammen. Im Einzelnen sind diese wie folgt:

A-Note:
A.1
tänzerisch-sportlicher Anteil (Schwierigkeitsgrad bei Bewegungsabläufen, tänzerische und räumliche Synchronität, Präzision von Raumbildern, Wechseln in neue Raumbilder, etc.)
A.2
Umsetzung von A1.

B-Note:
B.1
künstlerisch-kreativer Anteil (z.B. abwechslungsreiche Stilrichtungen, überraschende Effekte, Outfit, Grundidee, Musikauswahl und ggf. -schnitt, Ausdruckskraft, Unterhaltungswert, etc.)
B.2
Umsetzung von B1.

6.2
Die Wertungsrichter werden die in Punkt 6.1 genannten Bewertungskriterien (A1 und A2, B1 und B2) für A- und B-Note mit Zahlen wie folgt bewerten: 1 Punkt (beste Punktzahl), 3 Punkte, 5 Punkte, 7 Punkte, 9 Punkte. Die Formation mit der niedrigsten Punktezahl ist somit am besten bewertet. Die Bewertung der einzelnen Formationen erfolgt stets im Rahmen einer VERGLEICHSWERTUNG, d.h. alle Formationen einer Altersgruppe und innerhalb einer Startrunde (Vor-, Platzierungs- und Endrunde) werden in Bezug auf die Bewertungskriterien insbesondere miteinander verglichen.
So kann es auch sein, dass eine Formation in der Vorrunde eines Turniers besser bewertet wurde, als in der Endrunde, denn es werden von den Wertungsrichtern immer die Formationen der jeweiligen Runde miteinander verglichen. Das bedeutet, dass die Wertungen von Runde zu Runde immer strenger werden, weil das Konkurrenzumfeld immer enger beieinanderliegt.


6.3
Die Summe aus den Bewertungskriterien (A1 und A2 bzw. B1 und B2) ergeben somit eine A-Note bzw. eine B-Note. Der tänzerisch-sportliche Anteil (A-Note) wird stärker gewichtet, als der künstlerisch-kreative Anteil (B-Note). Die A-Note (A1und A2) wird daher um 1/3 (33,3%) stärker gewichtet.
Trotzdem: Bitte niemals glauben, dass es nur auf den Schwierigkeitsgrad und die Synchronität ankommt. Diejenigen Formationen, die mit den besten Ideen, mitreißender Musik, toller Ausstrahlung und einer fetzigen, unterhaltsamen Show eine perfekte Choreographie aufführen, kommen nach unseren Erfahrungen am weitesten, auch wenn die Schritte nicht die schwersten waren. Video-Clip Dancing kommt aus der Unterhaltungsbranche, je unterhaltsamer die Aufführungen der Formationen sind, umso besser!

6.4
Der entsprechende Quotient aus der Summe von A-Note und B-Note ergibt die Endnote jedes einzelnen Wertungsrichters für die entsprechende Formation.

6.5
Die Summe der Endnoten aller Wertungsrichter dividiert durch die entsprechende Anzahl der Wertungsrichter ergibt die Bewertungsendnote jeder einzelnen Formation.

6.6
Alle Bewertungen werden bis auf die zweite Dezimalstelle gerundet. Bei Punktegleichstand erfolgt die Bewertung automatisch nach dem Majoritätsprinzip. Alle Bewertungen werden am Veranstaltungstag an der Meldestelle mit Summen A-Note und B-Note veröffentlicht. Detaillierte Bewertungstabellen eines Turniers werden im Anschluss an das jeweilige Turnier auf der offiziellen Turnierwebseite veröffentlicht.
Allgemein ist bei unserer Bewertung festzuhalten, dass wir zu der Subjektivität in der Beurteilung von Tanz stehen. Ein Wertungsrichter hat Entscheidungen zu fällen. Das Niveau der Formationen kann bei einem Wettkampf so eng beieinanderliegen, dass Kommastellen 10 Plätze Unterschied ausmachen können. Daher muss der Wertungsrichter auch festlegen dürfen, welche Show ihm einfach besser gefallen hat und das kann viele Plätze ausmachen. Das muss nicht von jedem geteilt werden, sollte aber akzeptiert werden, wenn man auf dieser Turnierserie startet. Dafür sind unsere Wertungsrichter ausnahmslos anerkannte Profis, die wissen, was sie tun.


6.7
Tanzen alle Formationen einer Altersgruppe eine Vor- und eine Endrunde, werden die Ergebnisse aus Vor- und Endrunde zusammengezählt und durch 2 dividiert, um das Endergebnis zu erhalten.
Tanzen die Formationen einer Altersgruppe eine Vor-, Platzierungs- und Endrunde, bei der einige Formationen jeweils ausscheiden, wird jede Runde separat gewertet. Ergebnisse aus den vorangegangenen Runden haben dann keine Auswirkung auf das Endergebnis, sondern sind lediglich als Qualifikationsbewertung für die Endrunde zu verstehen.

7. Turniereinteilung & Qualifikation


7.1
Es werden Regionalmeisterschaften (Süd-, Nord-, Westdeutsche Meisterschaft), Deutschland-Cup, Liga-Pokalturnier, Kids-Cup sowie Österreichische und Internationale Deutsche Meisterschaft veranstaltet.

7.2
Die Turniere bestehen pro Altersgruppe (Juniors I, Juniors II, Adults) aus Vorrunde, Endrunde und Platzierungsrunde, sobald das Startfeld größer als 15 Formationen ist. Bei den Altersgruppen Mini-Kids und Kids bestehen die Turniere aus Vorrunde und Endrunde. Der Veranstalter hat die Möglichkeit, bei der Altersgruppe Kids bereits in der Vorrunde Formationen ausscheiden zu lassen, wenn in dieser mehr als 20 Formationen starten.

7.3
Für die Internationale Deutsche Meisterschaft können sich die Formationen auf einer der Regionalmeisterschaften, dem Deutschland-Cup oder der Österreichischen Meisterschaft qualifizieren. Jede Formation darf nur auf einer Regionalmeisterschaft oder der Österreichischen Meisterschaft starten.
Eine Direktqualifikation zur Internationalen Deutschen Meisterschaft ist so etwas wie ein Ritterschlag, da die Jury sich sicher war: Die gehören ins Finale und können es mit der Bundesliga aufnehmen!


7.4
Für den Deutschland-Cup können sich die Formationen ebenfalls auf einer der Regionalmeisterschaften qualifizieren und haben dort eine zweite Chance, sich für die Internationale Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.
Der Deutschland-Cup ist ebenfalls eine Auszeichnung, die nicht zu unterschätzen ist. Eine Formation, die zum Deutschland-Cup kommt, hat auf jeden Fall deutschlandweit schon mehr als 1.000 Tänzer hinter sich gelassen und erhält von der Jury die Chance, sich noch für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.


7.5
Die Qualifikationsquoten werden für jede Altersgruppe eines Qualifikationsturniers nach Meldeschluss errechnet und am Veranstaltungstag zur Siegerehrung bekannt gegeben.

7.6
Die besten Formationen der Altersgruppen „Juniors 1“ (12 Formationen), „Juniors 2“ (12 Formationen) sowie „Adults“ (16 Formationen) der Internationalen Deutschen Meisterschaft bilden die Bundesliga im Video-Clip Dancing und qualifizieren sich für das Liga-Pokalturnier.
Es gibt nach dem Titel "European Master" keine höhere Auszeichnung im Video-Clip Dancing, als den Titel "Formation der Deutschen Bundesliga". Diese Formationen sind Vorbild für tausende Tänzer, die jedes Jahr auf den Regionalmeisterschaften antreten, um auch einmal als Bundesliga-Formation nach Hause fahren zu können. Durch die Teilnahme am Liga-Pokal Turnier zeigen die Formationen diesen Titel zu schätzen.


8. Liga-Pokalturnier & Bundesligaformationen


8.1
Der Meldeschluss für das Liga-Pokalturnier wird mit Bekanntgabe des Veranstaltungstermins veröffentlicht.

8.2
Die Teilnahme am Liga-Pokalturnier gilt für die qualifizierten Formationen als obligatorisch.

8.3
Alle Formationen starten beim Liga-Pokal gemäß Ihrer Qualifikation auf der Internationalen Deutschen Meisterschaft in der gleichen Altersgruppe. D.h. eine Formation, die sich auf der Internationalen Deutschen Meisterschaft in der Altersgruppe „Juniors 1“ qualifiziert hat, startet beim darauffolgenden Liga-Pokal-Turnier ebenfalls noch bei „Juniors 1“.

8.4
Die Alterseinteilung für die nachfolgende „Internationale Deutsche Meisterschaft im Video-Clip Dancing“ bleibt von der Regelung für das Liga-Pokalturnier (Pkt.8.3) unberührt. D.h. eine Formation der „Bundesliga im Video-Clip Dancing“ startet auf der nachfolgenden „Internationalen Deutschen Meisterschaft im Video-Clip Dancing“ in der Altersgruppe, die durch den ältesten Teilnehmer in der Formation vorgeschrieben wird. Auch hier gilt die Berechnung aus Pkt. 1.1.

8.5
Im Rahmen des Liga-Pokal Turniers findet auch ein sogenannter “Kids-Cup” statt. Hierzu können sich Formationen der Altersgruppen “Mini-Kids” und “Kids” frei anmelden.

8.6
Die Formationen der Altersgruppe “Mini-Kids” sind durch die Teilnahme am Kids-Cup automatisch für die darauffolgende Internationale Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Die Altersgruppe “Kids” ist ebenfalls automatisch qualifiziert, solange das Startfeld nicht größer als 10 Formationen ist. Wird diese Teilnehmerzahl überschritten, tritt eine entsprechende Quotenregelung in Kraft.

8.7
Formationen, die sich auf dem Kids-Cup nicht für die Internationale Deutsche Meisterschaft qualifizieren konnten, dürfen auf den Regionalturnieren teilnehmen, um sich für Deutschland-Cup und/oder Internationale Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

8.8
Die qualifizierten Formationen des Kids-Cup müssen auf der Internationalen Deutschen Meisterschaft in der Altersgruppe starten, in der sie auf dem Kids-Cup teilgenommen haben. Ein Wechsel in eine höhere Altersgruppe ist somit nicht möglich.


9. Sonstiges


9.1
Videoaufzeichnungen sind untersagt. Alle Rechte liegen beim Kopfveranstalter IVM GmbH. Ausnahmen: Mit vorheriger Anmeldung beim Turnierbüro sind Videoaufzeichnungen der eigenen Formation für private und nicht kommerzielle Zwecke gestattet.

9.2
Jede Formation erteilt mit der Teilnahme am Turnier IVM die Genehmigung, unentgeltlich Foto- und Filmaufnahmen der Formation kommerziell und/oder für werbliche Zwecke auszuwerten oder diese Rechte auf Dritte zu übertragen.

9.3
Den Weisungen des Veranstalters auf dem Turnier ist Folge zu leisten.

9.4
Die Veranstalter übernehmen keinerlei Haftung für Sach- und Personenschäden während der Veranstaltung sowie bei An- und Abreise.
Hier gilt vor allen Dingen: Bitte keine Wertgegenstände in den Umkleiden liegen lassen! Leider kommen immer wieder mal Handys, Geldbörsen oder Markenklamotten weg…


9.5
Durch die Anmeldung der Formation an einer der o.g. Turniere akzeptiert die angemeldete Einrichtung das hier zugrundeliegende Regelwerk für diese Turnierserie. Dies gilt insbesondere für Punkt 3 „Startgebühren & Stornierung“.

9.6
Alle Änderungen, Ergebnisse und sonstige Fakten in Bezug auf das Turnier werden auf den offiziellen Web-Seiten des Veranstalters veröffentlicht. Nur dort veröffentlichte Informationen sind vom Veranstalter. Alle anderen Veröffentlichungen gelten als nicht autorisiert.

9.7.
Kontakt:

    IVM Institut für Veranstaltungsmarketing und Kommunikation GmbH
    Ammenpfad 2
    D-69469 Weinheim
    Tel: +49 (0)6201 - 29410
    Fax: +49 (0)6201 - 294121
    E-Mail: info@videoclipdancing.de